Meine Website wird nicht gefunden: 6 Dinge, die Sie verbessern können

Website bei Google finden: die Grundlagen Skizze: Ein Browserfenster mit Suchergebnissen. Ein markiertes Ergebnis steht auf Platz vier. Daneben eine Prüfliste mit Kartenausschnitt, Standortmarke und fünf Sternen. Nach dem ersten Haken vergeht etwas Zeit, das Ergebnis rutscht auf Platz drei; nach den weiteren Haken rückt es auf Platz zwei. Gefunden werden Begriffe Google-Profil Seitentitel

Kurz gesagt: Ob eine Website gefunden wird, entscheidet sich selten an einem einzelnen Trick, sondern an wenigen Grundlagen: passende Begriffe, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, klare Seitentitel und Texte, die echte Fragen beantworten.Die meisten Punkte lassen sich einmal sauber erledigen und tragen dann lange.

„Meine Website gibt es seit Jahren, aber bei Google finde ich mich nicht.“ Diesen Satz höre ich oft, gerade von kleinen Betrieben.Meist steckt kein großes Problem dahinter, sondern ein paar Lücken, die sich nach und nach ganz von allein aufgetan haben.

Ein bisschen wie bei einem guten Laden in einer Seitenstraße: Die Ware stimmt, aber es fehlt das Schild an der Hauptstraße.Hier sind die sechs Punkte, die ich bei solchen Seiten zuerst prüfe.

1. Die richtigen Begriffe: So, wie Ihre Kunden suchen

Viele Websites beschreiben ein Unternehmen so, wie es sich selbst sieht. Kunden suchen aber mit eigenen Worten, oft schlicht mit Leistung und Ort, etwa „Tischler Wernigerode“ oder „Ferienwohnung Harz mit Hund“.Steht dieser Begriff nirgends auf Ihrer Seite, hat Google wenig Grund, Sie dafür anzuzeigen.

Ein guter Anfang: Notieren Sie drei bis fünf Begriffe, unter denen Sie gefunden werden möchten. Prüfen Sie dann, ob sie in Ihren Überschriften und Texten vorkommen, natürlich formuliert und ohne sie aneinanderzureihen.

2. Das Google-Unternehmensprofil: Ihr Schild an der Hauptstraße

Wer „in der Nähe“ sucht, sieht zuerst die Karte mit drei Betrieben, noch vor den eigentlichen Suchergebnissen. Dort erscheint nur, wer ein Google-Unternehmensprofil hat.Google sortiert diese Karte nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. An der Entfernung lässt sich nichts ändern, an den beiden anderen schon.Für Betriebe mit Kunden aus der Region ist das oft der wichtigste einzelne Punkt.

Das Profil ist kostenlos. Entscheidend ist, dass es vollständig und aktuell ist: richtige Kategorie, Öffnungszeiten, ein paar gute Fotos und ein Link zu Ihrer Website.

Eine besondere Rolle spielen Bewertungen. Google zählt die Zahl der Rezensionen und gute Bewertungen nach eigener Aussage zu den Dingen, die ein Ranking verbessern können. Wie stark sie genau wirken, verrät Google nicht.Deutlicher ist die Wirkung auf die Menschen: Wer zwei Betriebe vergleicht, schaut auf Sterne und Anzahl. Aus meiner Erfahrung überzeugen drei Fünf-Sterne-Bewertungen weniger als dreißig mit 4,5 Sternen, weil viele Stimmen einfach glaubwürdiger wirken.Gekaufte oder gegen eine Gegenleistung eingeholte Bewertungen sind dabei tabu. Es zählen nur echte Stimmen zufriedener Kunden.

Tipp: Ihr Google-Profil in zehn Minuten prüfen

Suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen und schauen Sie sich das Profil rechts bzw. oben an:

  • Stimmen Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten noch?
  • Gibt es aktuelle Fotos von Ihnen, Ihren Räumen oder Ihrer Arbeit?
  • Führt der Link wirklich auf Ihre Website?

Fehlt etwas, ändern Sie es direkt dort, nachdem Sie sich als Inhaber angemeldet haben.

Und wenn ein Kunde zufrieden ist: Fragen Sie ruhig nach einer Bewertung. Die meisten machen das gern.

3. Seitentitel & Startseite: Sofort klar, was Sie anbieten

Der Seitentitel ist die blaue Zeile in den Suchergebnissen. Steht dort nur „Startseite“ oder der Firmenname, verschenken Sie den wichtigsten Platz.Besser ist eine Zeile mit Leistung und Ort, zum Beispiel „Malerbetrieb in Halberstadt | Firmenname“.

Dasselbe gilt für die Startseite selbst: Wer sie öffnet, sollte in wenigen Sekunden sehen, was Sie machen und wo. Was Besucher schnell verstehen, versteht auch eine Suchmaschine.

4. Texte, die Fragen beantworten: Für Google & die KI-Suche

Immer mehr Menschen stellen ihre Frage direkt an Google oder eine KI und lesen zuerst eine zusammengefasste Antwort. Diese Antworten entstehen aus dem, was auf Websites steht.Wer klar beschreibt, wer er ist, was er anbietet und für welche Region er arbeitet, wird dort eher genannt.

Ein einfacher Weg sind kurze Antworten auf die Fragen, die Ihnen Kunden ohnehin stellen: Was kostet das ungefähr? Wie lange dauert es? Kommen Sie auch nach Quedlinburg?Ein Fragen-und-Antworten-Bereich hilft Besuchern und wird von Suchmaschinen gut verstanden.

5. Technik: Kennt Google Ihre Seite überhaupt?

Bevor es um Platzierungen geht, lohnt ein schneller Test: Geben Sie bei Google site:ihre-adresse.de ein. Erscheinen keine Ergebnisse, hat Google Ihre Seite noch nicht in den Index aufgenommen.Das passiert bei neuen Websites öfter, manchmal auch durch eine Einstellung, die Suchmaschinen versehentlich aussperrt. Über die kostenlose Google Search Console lässt sich das prüfen und eine Sitemap einreichen, also eine Liste aller Seiten, die Google kennen soll.

Die meisten Suchen passieren heute auf dem Handy. Eine Seite, die dort lange lädt oder sich schlecht bedienen lässt, wird seltener angeklickt und von Google weniger gern gezeigt.Ob Ihre Seite auf dem Smartphone gut funktioniert, sehen Sie am schnellsten selbst: einmal unterwegs öffnen und durchklicken.

6. Überall dieselben Angaben: Alte Adressen aufräumen

Ihr Betrieb steht vermutlich nicht nur auf Ihrer Website, sondern auch in Branchenverzeichnissen, auf Facebook oder in alten Einträgen. Stehen dort noch eine frühere Adresse oder eine alte Telefonnummer, ist das für Suchmaschinen widersprüchlich.Es lohnt sich, einmal nach dem eigenen Namen zu suchen und veraltete Einträge zu korrigieren.Hilfreich sind außerdem Links von anderen Seiten aus Ihrer Region, etwa von Partnern, Vereinen oder Verbänden. Für Google sind sie eine Art Empfehlung.

Was machen die anderen besser? Ein Blick auf die Konkurrenz

Die ehrlichste Antwort auf „Warum stehen die anderen vor mir?“ liefern die Seiten, die vorne stehen. Ich werte sie mit einem Analysewerkzeug aus: welche Begriffe und Themen dort vorkommen, welche Fragen beantwortet werden und wie ausführlich die Texte sind.Daraus wird schnell sichtbar, was einer Seite fehlt und wo sie sogar besser sein kann.

Wichtig dabei: Ziel ist kein Text voller Suchbegriffe. Gelesen wird Ihre Website zuerst von Menschen.Die Analyse zeigt nur, welche Themen Ihre Kunden erwarten. Geschrieben wird dann so, dass es nach Ihnen klingt.

Brauche ich ein SEO-Paket? Meistens nicht

Monatliche Optimierungspakete und Auswertungsberichte haben ihren Platz: bei Onlineshops, bei Unternehmen mit vielen Seiten und mehreren Vertriebswegen oder wenn laufend Geld in Werbung fließt. Dann lohnt es sich, Monat für Monat nachzusteuern.

Bei den meisten kleinen und mittleren Betrieben in einer Region sieht es anders aus: eine Handvoll Suchbegriffe, ein klares Einzugsgebiet, überschaubar viele Seiten. Sind die Grundlagen oben einmal ordentlich umgesetzt, ändert sich von Monat zu Monat wenig, und ein Bericht zeigt vor allem, dass alles läuft.Wer trotzdem wissen möchte, wie die eigene Seite genutzt wird, kommt mit einer einfachen Besucherstatistik weit, in die man hin und wieder gemeinsam hineinschaut.

Vorsicht bei Versprechen wie „Platz 1 bei Google“: Garantieren kann das niemand.

Nicht gefunden? Ein Punkt nach dem anderen

Fangen Sie mit dem Google-Profil an, das bringt für regionale Betriebe am schnellsten etwas. Danach folgen Begriffe, Seitentitel und Texte.Veränderungen zeigen sich bei Google meist erst nach einigen Wochen, also nicht entmutigen lassen.Und schauen Sie ab und zu auf Ihre Texte: Passt, was vor ein, zwei Jahren geschrieben wurde, noch zu dem, was Sie heute anbieten und was Ihre Kunden suchen?

Wie die Suche nach passenden Begriffen beim Bau einer neuen Website abläuft, steht beim Webdesign. Wer ohnehin über eine neue Seite nachdenkt, liest weiter bei Website erneuern: Wo fange ich an?