Fachwissen verständlich zeigen: Projekteinblick bei naturcement.de

Aus vier Seiten wird eine Skizze: Links ein Stapel aus vier einzelnen Seiten. Ein Pfeil führt nach rechts zu einer einzigen Seite im Browser, deren Inhalte in Registern sortiert sind. Daneben ein Smartphone, auf dem dieselben Inhalte als aufklappbare Abschnitte erscheinen. PROJEKTEINBLICK Vorher: 4 Seiten Nachher: 1 Seite naturcement.de Smartphone

Kurz gesagt: Für die Website der NCM Naturcement Manufaktur habe ich eine Erklärgrafik in Bewegung gebracht und vier Unterseiten zu einer gut gegliederten Seite zusammengeführt.Beides hat dasselbe Ziel: Fachwissen so zeigen, dass man es auf Anhieb versteht, am Schreibtisch genauso wie auf dem Smartphone.

Die NCM Naturcement Manufaktur stellt mineralische Mörtel und Restauriersysteme für Denkmalpflege und Altbau her. Das ist Fachwissen, das man nicht in zwei Sätzen erklärt.Die Inhalte waren alle da. Sie waren nur nicht so aufbereitet, dass man sie schnell erfasst.Ein bisschen wie im Museum: Eine Schautafel voller Text stimmt zwar, aber erst ein guter Führer zeigt Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

1. Vorher: eine Grafik, die alles auf einmal zeigt

Auf der Seite „Muschel & Kalk“ erklärt eine Grafik, wie Fugen aus Muschelkalkmörtel Regenwasser aufnehmen, verteilen und wieder abgeben.Fachlich war sie korrekt. Nur zeigte sie alles gleichzeitig: Ziegel, Fugen, Pfeile, Stichpunkte, Schritte.

Bisherige, statische Grafik auf naturcement.de: Wandquerschnitt mit Fugen aus Muschelkalkmörtel, Pfeilen und Erklärtexten, alles gleichzeitig sichtbar.
Vorher: die bisherige Grafik als Bild

Auf dem Smartphone wurde das Bild so klein, dass man die Texte kaum noch lesen konnte.Und weil die Beschriftung Teil des Bildes war, konnten weder Suchmaschinen noch Vorleseprogramme etwas damit anfangen.

2. Nachher: die Grafik erzählt in drei Schritten

Ich habe die Grafik neu gezeichnet, nicht als Bild, sondern direkt im Code der Website.Sobald man zu ihr scrollt, baut sich die Wand auf, es beginnt zu regnen, und die drei Schritte erscheinen nacheinander: Aufnahme, Verteilung, Entlastung.

So sieht sie auf naturcement.de aus, hier mit freundlicher Genehmigung eingebunden:

Feuchteentlastung über die Fugen mit Muschelkalkmörtel im Ziegelmauerwerk Schema Wandquerschnitt: Schlagregen wird in den Fugen aus Muschelkalkmörtel aufgenommen, im Fugennetzwerk horizontal und vertikal verteilt und trocknet über die Fugenoberfläche nach außen zurück. Der Ziegel bleibt trocken. AUSSEN WANDQUERSCHNITT INNEN 1 2 3 SCHLAGREGEN KÜSTENBEREICH MUSCHELKALKMÖRTEL IN DEN FUGEN hohe Kapillaritätdurch Muschelschalenund Kalkmatrix große, offenePorenstruktur schnelle Aufnahmevon Schlagregen Verteilung über dasFugennetzwerk kontrollierte Rücktrocknungnach außen – der Ziegelbleibt trocken 1AUFNAHMESchlagregen trifft auf Fugenund Ziegel – Wasser wird primärin den Fugen aufgenommen. 2VERTEILUNGDie Feuchte verteilt sich kapillarim Fugennetzwerk – horizontalund vertikal. 3ENTLASTUNGNach dem Regen diffundiertund verdunstet die Feuchteüber die Fugenoberfläche.Der Ziegel bleibt trocken. Ziegeloberfläche(mineralisch, saugfähig)schlagregennassnur oberflächennah Fugen ausMuschelkalkmörtel kapillaraktiv feuchteregulierend salzaufnahmefähig diffusionsoffen Feuchteverteilungim Fugennetzwerkhorizontal & vertikal Rücktrocknungnach außenüber die FugenoberflächeWind + Sonne förderndie Austrocknung
1
AUFNAHMESchlagregen trifft auf Fugen und Ziegel – Wasser wird primär in den Fugen aufgenommen.
2
VERTEILUNGDie Feuchte verteilt sich kapillar im Fugennetzwerk – horizontal und vertikal.
3
ENTLASTUNGNach dem Regen diffundiert und verdunstet die Feuchte über die Fugenoberfläche. Wind und Sonne fördern die Austrocknung. Der Ziegel bleibt trocken.

MUSCHELKALKMÖRTEL IN DEN FUGEN

  • hohe Kapillarität durch Muschelschalen und Kalkmatrix
  • große, offene Porenstruktur
  • schnelle Aufnahme von Schlagregen
  • Verteilung über das Fugennetzwerk
  • kontrollierte Rücktrocknung nach außen

Fugen: kapillaraktiv, feuchteregulierend, salzaufnahmefähig, diffusionsoffen

Ziegeloberfläche (mineralisch, saugfähig): schlagregennass nur oberflächennah

Weil alles aus Linien und echtem Text besteht, bleibt die Grafik in jeder Größe scharf, lädt schnell und ist für Suchmaschinen lesbar.Wer Bewegung in den Systemeinstellungen abgeschaltet hat, sieht die fertige Grafik ohne Animation.

Desktop-Ansicht auf naturcement.de: Grafik „Feuchteentlastung über die Fugen“ im Querformat mit Wandquerschnitt, Erklärkasten links und Beschriftungen rechts.
Großer Bildschirm
Smartphone-Ansicht auf naturcement.de: dieselbe Grafik im Hochformat, nur die Wand mit den Markierungen 1 bis 3.
Smartphone

Auf dem Smartphone und auch hier im Beitrag zeigt sie eine eigene Fassung im Hochformat: nur die Wand, groß und deutlich.Die Erklärungen stehen darunter als nummerierte Schritte, gut lesbar ohne Zoomen.

Tipp: Ihre Grafiken auf dem Smartphone prüfen

Öffnen Sie Ihre eigene Website auf dem Handy und schauen Sie sich jede Grafik an:

  • Können Sie die Beschriftung lesen, ohne zu zoomen?
  • Will die Grafik mehr als drei Dinge auf einmal erklären?
  • Steht wichtiger Text nur im Bild und nirgends sonst auf der Seite?

Trifft eins davon zu, lohnt sich ein zweiter Blick.

Oft reicht es schon, den Text aus dem Bild in die Seite zu holen.

3. Aus vier Seiten wird eine

Das Minerva-System bestand bisher aus einer Übersichtsseite und drei eigenen Seiten für die einzelnen Produkte. Wer vergleichen wollte, musste hin- und herklicken.Jetzt steht alles auf einer Seite: erst das Prinzip, dann die Ausführung, dann die Produkte im Detail.

Die Produkte liegen dort in Registern nebeneinander, wie in einem Aktenordner mit Trennblättern statt in vier einzelnen Ordnern.Man sieht sofort, was es gibt, und klappt nur auf, was einen gerade interessiert.

Desktop-Ansicht auf naturcement.de: Bereich „Die Produkte im Detail“ der Minerva-Seite mit drei Registern, das Register KSE-System ist geöffnet, daneben die Tabelle der Varianten.
Großer Bildschirm: die Produkte als Register nebeneinander

4. Großer Bildschirm & Smartphone: zwei Darstellungen

Register funktionieren auf breiten Bildschirmen gut. Auf dem Smartphone wären sie gequetscht und kaum zu treffen.Deshalb werden sie dort automatisch zu aufklappbaren Abschnitten, untereinander und mit dem Daumen gut zu bedienen.

Auch das Menü ist angepasst: Ein Klick auf ein Produkt führt direkt zum passenden Register, statt erst auf den Anfang der Seite.

Smartphone-Ansicht auf naturcement.de: Minerva-Produkte als aufklappbare Abschnitte untereinander, der Abschnitt KSE-System ist geöffnet.
Smartphone: dieselben Produkte als aufklappbare Abschnitte

5. Damit nichts verloren geht: Weiterleitungen

Die alten Produktseiten gibt es nicht mehr. Ihre Adressen stehen aber noch in Lesezeichen, in E-Mails und bei Google.Deshalb leitet jede alte Adresse jetzt auf den passenden Abschnitt der neuen Seite weiter, wie ein Nachsendeauftrag nach einem Umzug.

Was Sie daraus mitnehmen können

Weniger Seiten heißt nicht weniger Inhalt. Es heißt oft nur: weniger Klicks bis zur Antwort.Und eine Grafik, die in Schritten erzählt, erklärt mehr als eine, die alles auf einmal zeigt.

Das Ergebnis können Sie sich direkt ansehen: auf naturcement.de unter Muschel & Kalk und auf der Minerva-Seite.Was ich sonst für Websites tue, steht unter Webdesign.